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Homo Hapticus oder Was der Tastsinn mit Coaching zu tun hat

von Dr. Eva Kinast — 2. März 2021 — Kategorie: Achtsamkeit
Homo Hapticus oder Was der Tastsinn mit Coaching zu tun hat - Bücher

Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können

Welch wichtigen Stellenwert der Tastsinn in unserem Leben einnimmt, schildert Dr. Martin Grunwald anschaulich und unterhaltsam in seinem Homo Hapticus. Von der Entwicklung des Tastsinns, dessen Bedeutung für unser Leben bis zu den Einsatzfelder in Medizin und Technik erstreckt sich die Thematik des „Wissenschaftsbuches des Jahres 2018“.

Tasten als Element im Coaching

Bereits der Fötus genießt die eigene Berührung, und es ist vor allem der sofortige Hautkontakt, die Nähe der Mutter, die das Baby gedeihen lässt. Lernen und Hineinwachsen in die Welt gelingt mittels des Tastsinns. Hören und sehen alleine reichen dazu nicht aus. Erst wenn wir erfühlen, etwas mit den Händen fassen können, wenn wir buchstäblich begreifen, festigt sich das Berührte, das Gelernte und hinterlässt einen Ein – druck, eine Spur im Gehirn. Kinder lernen zum Beispiel Zahlen eindringlicher, wenn sie sie nicht nur sehen, sondern das Relief der Ziffer auf Papier mit ihren Händen fühlen. Tasten bedeutet erforschen, begreifen heißt immer auch verstehen.

Die Boudewijn Vermeulen® Methode setzt auf die Bedeutung des Tastsinns. Kognitive Erkenntnisse vertiefen sich mittels Körperübungen wie Handerforschung oder Blind Walk. Neue Spurrillen werden durch diese Art von Coaching leichter und intensiver im Gehirn verankert.

Unser gesamtes Leben wird vom Tasten, Berühren und Begreifen bestimmt. Berührungen wirken, wie Dr. Martin Grunwald nachweist, schmerzlindernd bei Patienten, helfen gegen Ängste, fördern das allgemeine Wohlbefinden von zum Beispiel Pflegebedürftigen. Gezielt werden die Erkenntnisse der Erforschung des Tastsinns für die Behandlung von Krankheiten oder als Frühwarnsystem bei Demenz eingesetzt.

Auf ARTE gibt es dazu bis 31.05.2021 einen sehr interessanten TV-Tipp: „Die Macht der sanften Berührung“ (Regie: Dorothee Kaden)

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.arte.tv zu laden.

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Unser gesamter Alltag besteht – wenn wir nicht auf Abstand achten müssen – aus Berührungen. Körperlicher Kontakt ist die direkteste Verbindung zweier Menschen und löst die stärksten positiven und auch negativen Gefühle aus. Ein Händedruck kann Zu- oder Abneigung begründen. Ein stilles In-den-Arm-nehmen mehr trösten als tausend Worte.

Wir wissen spätestens seit Corona, wenn auch nur unbewusst, wie wichtig der Tastsinn ist.

Grunwalds Homo Haptikus liefert die wissenschaftlichen Daten dazu. Er bringt es auf den Punkt:

Ohne körperliche Nähe können wir nicht gesund und glücklich leben“.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, mehr über Ihren Tastsinn zu erfahren, lesen Sie dieses Buch. Wenn Sie wissen wollen, wie wirksam ein Coaching oder  ein Seminar ist, das unter anderem durch den gezielt eingesetzten Tastsinn ihr Wohlbefinden steigert, dann schauen Sie auf meiner Webseite vorbei.

Informationen zum Buch: „Homo Hapticus – Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können“. Autor: Dr. Martin Grunwald. Verlag: Droemer. Erscheinungsjahr: 2017. Wissenschaftsbuch des Jahres 2018. ISBN: 978-3-426-27706-5.

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