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Pusten Sie Ihren Wahrnehmungsfilter durch – Gehirnaktivierung im Führungskräfte-Seminar

von Dr. Eva Kinast — 18. Juni 2019 — Kategorie: Führungskräfte-Seminar
Pusten Sie die Filter Ihrer Wahrnehmung durch – Gehirnaktivierung im Führungskräfte-Seminar - Coaching

Wahrnehmung ist selektiv

“Ich konzentriere mich auf das Wesentliche!” Klingt erstmal gut, nicht wahr? Dumm nur, wenn man das Wesentliche vielleicht gar nicht erkennt, weil man es vor lauter Tunnelblick einfach nicht mehr wahrnimmt. Unsere Wahrnehmung ist selektiv.

Die selektive Wahrnehmung unseres Gehirns ist der Filter, durch den wir die Welt erfassen. Wenn dieser Filter fehlt oder wie zum Beispiel bei autistischen Menschen stark eingeschränkt ist, kommen wir mit der Informationsfülle nicht zurecht und werden handlungsunfähig. Wir müssen also auswählen. Doch bei Informationsüberfluss und einer Vielzahl konkurrierender Anforderungen versucht unser Gehirn, sich durch eine restriktive Wahrnehmung vor einem Kollaps zu schützen. Die überlebenswichtige Reduzierung des „Zuviel“ schlägt ins Negative um. Um zu funktionieren, werden bestimmte Bereiche ganz ausgeblendet. Die entsprechenden Wahrnehmungskanäle sind „verstopft“, und wir erkennen nicht mehr, was wirklich wichtig für uns ist.

Wie können wir uns bewusst machen, welche und wie viele Informationen der Filter unserer Wahrnehmung blockiert? Das funktioniert weder schlagartig noch rein rational. Im Verlauf meines achttägigen Führungskräfte-Seminars nutze ich daher eine große Bandbreite von Methoden und Übungen, um den Teilnehmern/innen die verschütteten Zugänge zu ihrer eigenen Wahrnehmung wieder zu öffnen. Vor allem durch viel Bewegung aktivieren wir gezielt Areale der rechten Gehirnhälfte, die aufgrund der einseitigen Beanspruchung der linken Gehirnhälfte im Job oft im Dornröschenschlaf liegen. Wie das genau funktioniert, kann man in meiner Coach-Ausbildung lernen.

Bewegung stimuliert die Gehirnaktivität

Der Effekt verstärkt sich von Tag zu Tag. Typischerweise sind im Cortex einer Führungskraft, die zu meinem Seminar anreist, drei Gehirnareale stimuliert: Der Abschied von zu Hause, die Erwartungen an die Veranstaltung und, meist stark überproportional, die Dinge, die im Berufsleben vor der Abreise unerledigt geblieben sind. Während der Seminarwoche ändert sich die Gewichtung und andere Dinge rücken ebenfalls in den Fokus der Wahrnehmung. Zum Beispiel die Beziehungen, beruflich und privat. Die Wünsche, von denen man kaum noch wusste, dass man sie hat. Die Fähigkeiten und Talente, die seit Ewigkeiten brach liegen. Das Bauchgefühl, das man ignoriert hat. Die Erwartungen, die man an andere heranträgt und die an einen herangetragen werden.
So werden im Laufe des Seminars immer mehr Gehirnregionen aktiviert. Das Leben wird reicher und bunter. Die Wahrnehmung entwickelt sich wieder zu dem, was sie sein soll: Ein Radar für alles Wesentliche, der (fast) ohne blinde Flecken Unwesentliches herausfiltert. Die Wahrnehmungssensitivität steigt – die Basis für erfolgreiches Handeln auf allen Ebenen.

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