Die Säulen der Resilienz

Die „Säulen der Resilienz“ vermitteln ein anschauliches Bild davon, welche Kräfte Sie dabei unterstützen, auch unter hohem beruflichen Druck oder in fordernden Führungsaufgaben einen klaren Kopf zu behalten und handlungsfähig zu bleiben. Lernen Sie dieses und andere Resilienzmodelle hier näher kennen.

Menschen mit hoher Resilienz verfügen über eine Reihe von Ressourcen, die es ihnen in stressigen oder herausfordernden Zeiten erlauben, ihr seelisches Gleichgewicht zu wahren oder rasch wiederherzustellen. Einige dieser so genannten Resilienzfaktoren, die solche Menschen auch in Drucksituationen in der Spur halten, sind angeboren, andere durch Lebenserfahrung erworben oder gezielt erlernt. In der Resilienzforschung existieren unterschiedliche Modelle, die diese Ressourcen mit unterschiedlichen Begriffen beschreiben. Die „Säulen der Resilienz“ sind eines dieser Modelle. Andere arbeiten mit dem Begriff „Schlüssel der Resilienz“, wieder andere sprechen von „Resilienzkompetenzen“ oder „Resilienzstrategien“. Auch detaillieren und gewichten die verschiedenen Resilienzkonzepte diese Faktoren unterschiedlich.

Ziel aller Modelle ist es, darzustellen und damit greifbar zu machen, was Ihre innere Widerstandskraft gegen Stress stärkt und verbessert. Insgesamt bestehen zwischen den einzelnen Modellen mehr Überschneidungen als Abweichungen, hinter unterschiedlichen Begriffen verbergen sich häufig die selben Ressourcen bzw. Kräfte, die bei resilienten Menschen am Werk sind.

Warum existieren verschiedene Resilienzmodelle?

Der Grund dafür, dass es nicht das eine, einheitliche Resilienzmodell gibt, liegt u.a. in der Tatsache, dass die Resilienzforschung eine interdisziplinäre Wissenschaft ist. Sie untersucht Resilienz aus unterschiedlichen Blickwinkeln, z.B. aus entwicklungspsychologischer Sicht, aus der Betrachtungsweise der Arbeits- und Organisationspsychologie, unter neurobiologischen oder unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten. Je nachdem ob Heranwachsende, Führungskräfte, ganze Organisationen oder Gesellschaftsgruppen im Zentrum von Resilienz-Studien stehen, fallen auch die Schwerpunkte sowie Begrifflichkeiten der daraus abgeleiteten Modelle anders aus.

Neben den unterschiedlichen Blickwinkeln, aus denen man auf das Thema Resilienz schauen kann, steht außerdem der Umstand, dass ein Modell stets eine Vereinfachung der Wirklichkeit darstellt. Modelle sollen Funktionsweisen oder Zusammenhänge greifbar, verständlich und anwendbar machen – und dafür müssen sie die Komplexität der Realität reduzieren. Weder die „sieben Säulen der Resilienz“ noch eines der anderen Modelle also beschreibt Resilienz in letzter Instanz oder ist ein Garant dafür, dass Sie Resilienz erlangen, wenn Sie sich nur haargenau an einem Modell entlang hangeln. Trotzdem – oder gerade deswegen – geben sie einen guten Überblick, welche Kräfte sich hinter einem gut funktionierenden mentalen Immunsystem verbergen.

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DIE SIEBEN SÄULEN DER RESILIENZ
nach Ursula Nuber

Die ursprüngliche Idee der „sieben Säulen der Resilienz“ stammt von der Psychologin Ursula Nuber. Verschiedene andere Modelle greifen auf ihr Konzept zurück und variieren es. Viele Coaches und Resilienztrainer verwenden die „sieben Säulen“ v.a. wegen ihrer Übersichtlichkeit gern in ihrer beruflichen Praxis.

Diese sieben Resilienzfaktoren stellt Ursula Nuber ins Zentrum ihres Modells:

  • Optimismus
  • Akzeptanz
  • Lösungsorientierung
  • die Opferrolle verlassen
  • Verantwortung übernehmen
  • Netzwerkorientierung
  • Zukunftsplanung

Eine genauere Erläuterung, was sich hinter den einzelnen Begriffen verbirgt, finden Sie in unserer Übersicht zum Thema Resilienzfaktoren.

DIE SIEBEN SÄULEN DER RESILIENZ
erweitert von Franziska Wiebel

Grundhaltungen:

  • Akzeptanz
  • Bindung
  • Lösungsorientierung
  • gesunder Optimismus

Praktiken:

  • Selbstwahrnehmung
  • Selbstreflexion
  • Selbstwirksamkeit

Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion sowie Selbstwirksamkeit bilden in diesem Modell Praktiken, die sich immer wieder anwenden und dadurch trainieren lassen, um die eigene Resilienz zu stärken. Der Gedanke hinter dieser Zuwendung zu sich selbst: Je besser wir uns selbst verstehen, desto besser können wir auf unseren Körper und unsere Seele achtgeben. Uns nur zumuten, was wir auch schaffen können, gut für uns sorgen und auf diese Weise auch besser mit unserer Umwelt agieren. Das macht uns widerstandsfähiger gegenüber Stress und Krisen.

Die „Säulen der Resilienz“ sind nicht aus Stein gemeißelt

Der Begriff „Säule“ legt nahe, dass es sich dabei um etwas Starres, Unverrückbares handelt, das sich nicht anpassen lässt und das, wenn es wegfällt, etwas zum Einsturz bringt. Insofern kann er im Zusammenhang mit dem Thema Resilienz in die Irre führen – denn die Ressourcen, auf die resiliente Menschen zurückgreifen, sind weder starr noch unverrückbar. Im Gegenteil, sie sind flexibel, individuell und in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich stark ausgeprägt. Es müssen auch nicht alle „Säulen“ bei jedem resilienten Menschen vorhanden sein. Resilienz ist somit kein starres Gebilde und auch kein fest definiertes Ergebnis, das es zu erreichen gilt. Resilienz ist vielmehr ein Prozess – den Sie erlernen und trainieren können. Es gibt dabei eine Reihe von Aspekten, mit denen Sie sich befassen und die Sie für sich persönlich umsetzen können, um Ihre Resilienz zu stärken.

Wenn Sie das Thema strategischer angehen möchten und in Ihrer Rolle als Führungskraft, Unternehmer, Selbstständiger oder Mitarbeiter in leitender Position an einer intensiven und qualifizierten Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, bieten Ihnen die Kaderschmiede für Führungskräfte & Coaches das Führungskräfte-Seminar Spurrillenwechsel® erfahren an. Hier können Sie gezielt Ihre persönlichen Ressourcen identifizieren und trainieren. Mit Ihnen zusammen stoßen wir nachhaltige Veränderung an und aktivieren Ihre positiven Kräfte, die Sie zuverlässig in der Spur halten. Sie verfügen am Ende des Seminars über mehr Handlungsoptionen und können z.B. Stress und Reibungsverluste besser regulieren.

Haben Sie Interesse, in der Rolle des Coaches Menschen auf dem Weg zu mehr Widerstandsfähigkeit im persönlichen und beruflichen Kontext zu begleiten, bieten wir Ihnen die Möglichkeit der Coach-Ausbildung Spurrillenwechsel® erlernen. Hier erlernen Sie das Handwerkszeug, das Sie benötigen, um bei Klienten einen Prozess der Bewusstmachung anzustoßen. Und Sie trainieren im Rahmen der Ausbildung die dafür elementare Voraussetzung: Ihre eigene Klarheit.

Spurrillenwechsel® erlernen:
Business Coach-Ausbildung
Grundlagen, Praxis, Supervision

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Methodensicherheit und Themenvertiefung

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