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Notizbuch – Wunderwaffe aus Papier

von Dr. Eva Kinast — 24. Oktober 2017 — Kategorie:
Notizbuch Wunderwaffe aus Papier - Karriere

„Wo ist nur dieser verflixte Zettel geblieben?“ Geht es Ihnen manchmal auch so. Dabei liegt die Lösung so nah: ein Notizbuch. Und ein gut geführtes Notizbuch ist fast so wertvoll wie eine Sekretärin. Hier ein paar Tipps rund ums Notizbuch.

Haftnotizen sind eine tolle Erfindung. Eine Idee, ein Einfall, die Weltenformel – schnell auf einen Notizzettel geschrieben und der Gedanke kann nicht mehr verloren gehen. Der Gedanke vielleicht nicht, wohl aber der Notizzettel.

Egal ob Haftnotiz oder Schmierzettel, so manche wichtige Notiz ist schon auf einem Schreibtisch verschwunden – für immer und trotz groß angelegter Sucherei. Und das meistens dann, wenn genau dieser Zettel ganz dringend benötigt wird.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Es ist ärgerlich und zeitaufwändig, diese eine wichtige Notiz wieder zu finden oder – noch schlimmer – neu recherchieren zu müssen.

Damit Ihnen das nicht mehr passiert: Führen Sie ab sofort ein Notizbuch und wenden Sie die folgenden, kleinen Regeln an. So wird Ihr Notizbuch ihnen viel Zeit ersparen und Ihnen bei Ihrer Arbeit helfen.

Notizbuchmanagement

Ein Notizbuch: Alle Notizen an einem Ort. Es gibt Fachbuchautoren, die empfehlen mehrere Notizbücher zu führen. Am besten eines für jedes Thema. Da habe ich eine ganz andere Meinung. Ich finde, es ist wichtig Alle Notizen an einem Ort zu haben. Also weder Notizzettel noch weitere Notizbücher. Alle Notizen an einer Stelle ist der Schlüssel zum Erfolg.

Systematik für Ihre Notizen: Damit Sie den Überblick behalten und auch alles schnell wiederfinden, halten Sie ein paar Regeln ein. Ein paar Tipps dazu gebe ich Ihnen weiter unten.

Alles (sofort) notieren: Schreiben Sie am besten alles auf. Damit ist der Gedanke aus dem Kopf, kann nicht vergessen werden und Sie finden ihn auch sicher wieder – in Ihrem Notizbuch.

Notizbuch als Motivator: Notieren Sie in Ihrem Notizbuch auch alles, was Sie am jeweiligen Tag erledigt haben. Da kommt so einiges zusammen. Und wenn Sie all die Punkte sehen, die Sie heute erfolgreich erledigt haben, ist das ein guter Motivationsschub.

Ihr Notizbuch ist immer dabei: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Notizbuch bei der Arbeit immer auf Ihrem Schreibtisch liegt und dort einen festen Platz hat. Wenn Sie unterwegs sind, ist Ihr Notizbuch selbstverständlich auch dabei – egal ob bei einem Meeting oder bei Ihren Kundenbesuchen.

Notizbuch führen mit System

Stichworte reichen – kein Roman: Machen Sie stichwortartige Notizen. Das reicht, spart Platz und ist übersichtlicher.

Struktur – Tag und Datum: Schließen Sie jeden Tag mit einem Querstrich über die ganze Seite ab. Unter diesem Querstrich schreiben Sie dann das Datum des Folgetages.
Notizen optisch trennen: Damit Sie die einzelnen Notizen gut unterscheiden können, machen Sie unter jeder Notiz einen kurzen Querstrich.

To Dos hervorheben: Aufgaben markieren Sie am besten mit einem großen A mit einem Kreis darum. So sehen Sie gleich, welche Aufgaben zu erledigen sind. Nach Erledigung können Sie diese beherzt durchstreichen. Selbstverständlich können Sie die Aufgaben aus Ihrem Notizbuch dann auch später in Ihren elektronischen Aufgabenplaner am PC oder im Handy übertragen.

Farbe für mehr Übersichtlichkeit: Ich verwende gern einen Vierfarbkugelschreiber, um meine Notizen auch farblich hervorzuheben. So schreibe ich beispielsweise dringende Dinge mit roter Farbe.

Erledigtes abhaken: Alles, was Sie erledigt haben, versehen Sie mit einem (grünen) Haken oder streichen es auch gleich ganz durch.

Wichtige Infos übertragen: Telefonnummer, neue Ansprechpartner, Termine, Aufgaben etc. übertrage ich am Ende des Tages in meinen Outlook bzw. Aufgabenplaner. Übrigens markiere ich neue Kontaktinformationen mit einem großen K in einem Kreis. So finde ich schnell, was ich in die Software übernehmen möchte.

Was kommt in ein Notizbuch?

Im Prinzip sollten Sie alles in Ihrem Notizbuch notieren und vor allem auf Notizzettel gänzlich verzichten. Ich mache mir bei (Telefon-)Gesprächen, Meetings, Präsentationen Notizen und trage auch ein, was ich im Laufe des Tages erledigt habe.

Am Ende des Arbeitstages schreibe ich noch kurz auf, was mir an diesem Tag besonders gut gelungen ist und auch was ich hätte besser machen können.

Aus meiner Erfahrung heraus empfehle ich Notizbücher ab DIN A5 Format – auf keinen Fall kleiner. Ich selbst bevorzuge eine Zwischengröße, die zwischen DIN A5 und DIN A4 liegt.

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